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Aseprite auf Deutsch — was es dazu wirklich gibt

Kurze Antwort: Aseprite wird auf Englisch ausgeliefert. Deutsche Sprachpakete gibt es, aber nur aus der Community. Wenn du lieber ein Programm möchtest, das von Anfang an deutsch spricht, gibt es dafür inzwischen eine Alternative — und die kommt weiter unten samt ehrlicher Gegenüberstellung.

Der Stand der Dinge

Aseprite ist der bekannteste Pixel-Editor, kostet rund 20 US-Dollar und ist sein Geld wert. Seine Oberfläche ist allerdings englisch: Menüs, Werkzeugnamen, Dialoge, Hilfe. Seit Version 1.3 lassen sich Sprachpakete als Erweiterung nachrüsten, und aus der Community sind deutsche Übersetzungen entstanden. Die pflegen Freiwillige in ihrer Freizeit — das heisst in der Praxis: Der Stand hängt daran, ob gerade jemand Zeit hat, und nach einem Aseprite-Update können einzelne Menüpunkte wieder englisch dastehen.

Für viele ist das völlig in Ordnung. Wer Pixel-Art ernsthaft betreibt, gewöhnt sich schnell an „Layer", „Frame" und „Onion Skin" — die Begriffe stehen ohnehin in jedem Tutorial. Unangenehm wird es dort, wo Sprache wirklich im Weg steht: beim Einstieg, im Unterricht, bei Kindern, und bei allen, die nicht nebenbei noch Fachenglisch mitlernen wollen.

So kommst du an eine deutsche Aseprite-Oberfläche

Wenn du Aseprite bereits hast und dabei bleiben willst, ist der Weg dieser:

  1. Prüfe, dass du Aseprite 1.3 oder neuer nutzt — ältere Fassungen kennen keine Sprachpakete.
  2. Suche eine deutsche Sprach-Erweiterung aus der Community (die Aseprite-Foren und öffentliche Code-Sammlungen sind die üblichen Fundorte).
  3. Installiere sie in Aseprite unter Edit › Preferences › Extensions › Add Extension und wähle die Sprache anschliessend unter Preferences › General › Language aus.

Erwarte keine hundertprozentige Abdeckung. Community-Übersetzungen decken meistens die Menüs gut ab, die Randbereiche — Fehlermeldungen, Randdialoge, neue Funktionen — oft nicht.

Die andere Möglichkeit: ein Editor, der schon deutsch ist

KistePix ist ein Pixel-Editor, dessen Oberfläche auf Deutsch gebaut wurde, nicht nachträglich übersetzt: Menüs, Werkzeuge, Dialoge, Fehlermeldungen und die eingebaute Hilfe. Umschalten auf Englisch geht mit einem Klick, weil beide Sprachen fest eingebaut sind — da kann nach einem Update nichts wieder auf Englisch zurückfallen.

Er bringt mit, was man zum Arbeiten braucht: Ebenen mit Deckkraft, eine Zeitleiste für Animationen mit eigener Anzeigedauer pro Frame, Paletten bis 256 Farben, zwölf Werkzeuge, Pinselgrößen und Symmetrie, PNG-Import und Export als PNG, animiertes GIF und Sprite-Sheet — letzteres mit Aseprite-kompatiblem JSON, damit Godot, Unity, Phaser oder GameMaker es direkt einlesen.

Der ehrliche Vergleich

Wichtig, damit hier niemand mit falschen Erwartungen klickt: Aseprite ist das mächtigere und reifere Werkzeug. Wer Tilemaps, Skripte, Zwiebelhaut-Feinheiten und einen jahrelang gewachsenen Funktionsumfang braucht, ist dort besser aufgehoben, und die 20 Dollar sind gut angelegt.

 KistePixAseprite
Deutsche OberflächeFest eingebaut, vollständigNur über Community-Sprachpaket
Preis14.– einmalig — oder gratis selbst bauenRund 20 US-Dollar — oder selbst kompilieren
Ebenen & AnimationJa, mit Zeitleiste und Dauer je FrameJa, deutlich umfangreicher
Sprite-Sheet-ExportPNG + Aseprite-kompatibles JSONPNG + JSON (das Original-Schema)
FunktionsumfangDas Wesentliche, übersichtlichSehr umfangreich, gewachsen
Tilemap-Werkzeuge, SkriptingNeinJa
PlattformenWindows (fertiges Paket)Windows, macOS, Linux
Abo / Konto / CloudNichts davonNichts davon

Beide Programme haben übrigens dieselbe sympathische Eigenheit: Man kann sie sich selbst bauen, statt zu zahlen. Bei Aseprite kompilierst du den Quellcode für den Eigengebrauch, bei KistePix öffnest du den Quelltext in der Kiste-Entwicklungsumgebung und klickst auf „Bauen". Bezahlt wird in beiden Fällen für die Bequemlichkeit — und dafür, dass jemand weiterentwickelt.

Und die kostenlosen Editoren?

Der Vollständigkeit halber, weil sie in jeder Suche auftauchen: LibreSprite ist eine freie Abspaltung einer alten Aseprite-Fassung, Piskel läuft im Browser und ist für schnelle kleine Sachen prima, Pixelorama ist ein kostenloser Editor mit viel Funktionsumfang. Alle drei sind auf Englisch. Wenn dein Hauptgrund für die Suche die Sprache ist, lösen sie dein Problem nicht.

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Deutsche Oberfläche, offline, kein Abo. Entweder du baust dir das Programm selbst — das kostet nichts — oder du nimmst die fertig installierbare Fassung.

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